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  • Dr. Marlene Laufer

Sommerfest des Lawi-Info-Pfades

Regen?!? Für landwirtschaftlich Interessierte und Freunde des Lawi-Info-Pfades war das zum Glück am 11.07.2021 kein Hindernis, denn trotz eines Regenschauers um die Mittagszeit, fanden ca. 300 Leute an diesem Tag den Weg zu unserem Sommerfest am Hahnhofsweg. Leider mussten wir aufgrund der Coronapandemie unser Fest in weniger als zehn Tagen planen, umso mehr freuten wir uns über die gute Resonanz und Spontanität der Mitwirkenden.

Ein buntes Kinderprogramm konnte dank Landfrauen, DRK, WTV, KiGo-Team, Zipfelhof und durch uns als Großfamilie Dach/Laufer/Gogler/Wetterau auf die Beine gestellt werden. Es gab ein Glücksrad mit tollen Preisen, eine Fühlkiste und Sägeaktion, Befüllen des Insektenhotels, eine Strohburg und Geschicklichkeitsspiele sowie Führungen durch die Gewächshäuser. Die Kälber Thorsten und Peter von Mathis und Jürgen Deubener fanden bei den Kindern regen Zuspruch, sie konnten sich über viele Streicheleinheiten freuen. Uns ist es wichtig, dass Kinder schon früh ein Verständnis, ein Gespür für Natur, Landwirtschaft und Lebensmittelgewinnung bekommen; dies konnten wir hoffentlich durch diesen Tag stärken. Die Bratwurst vom Schwein, das Bauernhofeis aus Kuhmilch, Milchdrinks und Bier, bestehend u. a. aus Gerste und Zucker(-Rübe), Kuchen und Brot aus Getreide und Salat, gewachsen auf Herleshäuser Boden. Diese Produkte wurden durch die Fleischerei Schneider, den Zipfelhof, Backerei Stange und dem Second Home verkauft. Das Blumenfeld lud zum Verweilen ein und der Drehorgelspieler begleitete den Tag mit seiner Musik.


Einige wunderten sich vielleicht, dass wir eine Fläche von 2000 qm am Ehrlichweg markiert hatten. Dies entspricht der Ackerfläche, die zurzeit für jeden Menschen zur Verfügung steht. Darauf müsste alles wachsen, was wir brauchen, wie z. B. Lebensmittel, Tierfutter, Kraftstoff und Baumwolle für Kleidung. In 30 Jahren werden es nur noch 1 500 qm sein. Mit auf dieser Fläche leben 20 Billiarden Lebewesen. Nur wo es krabbelt und summt, ist der Boden gesund und fruchtbar. Vielen Fragen ist die Wanderausstellung „Weltacker“ aus Berlin nachgegangen . Bei gutem Wetter werden wir die Plakate erneut auf dem Blumenfeld der Familie Wetterau zeigen, sodass jeder Interessierte nochmal die Möglichkeit erhält, die Plakate zu lesen.

Nicht genug, hatten wir auch im Göpel-Genetik-Zelt Gesprächspartner*innen aus dem Agrarsektor eingeladen. Wir wollten den Zuhörern vermitteln, dass Landwirtschaft ein breit gefächerter Bereich ist; so konnte die konventionelle Landwirtschaft als auch die ökologische Landwirtschaft dargestellt werden, aber auch die Beratungstätigkeit im Grundwasserschutz.


Dass man in der Landwirtschaft nicht auf lange Sicht planen kann und man im Zusammenspiel mit der Natur arbeitet, haben wir gemerkt, als am Tag zuvor ein Redner absagen musste, da in Norddeutschland die Gerstenernte bereits begann. Kurzerhand haben wir Ersatz aus Nordost Niedersachsen mobilisiert und konnten so etwas über die Lagerung des Ernteguts sowie den Landhandel erfahren. Natürlich durfte das Thema Bestäuber in der Agrarlandschaft nicht fehlen. Was sind die Aufgaben der Bestäuber, wie sieht eine Erdbeere, die eine Sammelnussfrucht ist, aus, wenn sie nicht vollständig bestäubt wird und wie kann man Pollen untersuchen, um auf seine Herkunft zu schließen? Diese Fragen müssen sich unsere Besucher nicht mehr stellen. Zu guter Letzt haben wir in der Gesprächsrunde das Thema Züchtung beleuchtet, welchen Einfluss die Züchtung in der Vergangenheit hatte, in der Gegenwart hat und in der Zukunft haben wird.

Ein toller Tag mit vielen unterstützenden Händen und interessierten Besuchern. Vielen Dank.


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